
Die richtige Infrarotheizung für Ihr Badezimmer auswählen
Wenn Sie eine Infrarotheizung im Badezimmer einbauen möchten, ist das Wichtigste zunächst die IP65-Klassifizierung des Geräts. Das klingt nach technischem Jargon – doch es bedeutet im Grunde einfach, dass das Gerät gut abgedichtet ist.
Badezimmer sind feuchte Räume. Ohne eine solche Abdichtung dringt Feuchtigkeit in die elektrischen Komponenten des Geräts ein. Dadurch kann das Gerät entweder beschädigt werden oder nach ein paar Monaten anfangen zu rosten. Niemand möchte damit umgehen müssen.
Wie viel Leistung brauchen Sie eigentlich?
Es gibt keine universelle Zahl, die für jeden Raum gilt. Sie müssen sich Ihren Raum genau ansehen. Wenn Sie ein kleines Badezimmer haben (weniger als 4 Quadratmeter), reicht eine Heizung mit 400–600 Watt aus. Dadurch bleibt es angenehm warm, ohne dass der Raum zu einer Sauna wird. Für ein mittelgroßes Badezimmer benötigen Sie 800–1200 Watt. Für große Badezimmer oder offene Räume sind 1500 Watt oder mehr erforderlich.
Das Problem ist jedoch: Wenn die Leistung zu niedrig ist, muss die Heizung ständig laufen, um die gewünschte Temperatur zu erreichen. Dadurch wird der Relaisbeschalter schnell beschädigt und es wird Energie verschwendet. Wenn die Leistung hingegen zu hoch ist, entstehen „heiße Stellen“ – an diesen Stellen fühlt es sich so an, als würden Sie verbrannt, während Ihre Zehen weiterhin kalt bleiben.
Es geht um das Licht – nicht um die Luft
Diese Heizungen nutzen Kurzwellen-Infrarotstrahlen. Sie heizen nicht die Luft im Raum, sondern Sie selbst sowie die Gegenstände, die Sie berühren. Deshalb ist es viel wichtiger, wo Sie die Heizung platzieren, als wie leistungsstark sie ist. Stellen Sie sicher, dass nichts den Weg zwischen der Heizung und der Stelle blockiert, an der Sie stehen werden.
Ein paar Hinweise zur Elektrik
Höhere Leistung bedeutet zwar, dass es schneller warm wird, doch dadurch wird auch der Stromkreisbelastung stark ausgesetzt. Wenn Sie mehrere 1500-Watt-Heizungen im selben Raum installieren, überprüfen Sie unbedingt das Verkabelungssystem. Wenn die Kabel zu dünn sind, werden sie unter der Last heiß. Dadurch entsteht ein Spannungsabfall – das bedeutet, dass die Heizung ihre volle Leistung nicht entfalten kann.
Mein Rat: Installieren Sie Heizungen mit hoher Leistung in eigenen Stromkreisen. So vermeiden Sie Probleme wie einen ausgelösten Sicherungsautomaten mitten während des Duschens. Finden Sie einfach den richtigen Balancepunkt – damit der Raum schnell warm wird, ohne dass das Stromsystem überlastet wird.